80 Jahre

80 Jahre

Rock,Soulful,Slow,Intense,Playful

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Lyrics

Strophe 1 Geboren ohne Wahl, ohne Stimme, ohne Ziel, alle sagen dir: Du schaffst das – doch erklären dir nicht viel. Du lernst früh, dass Vertrauen Narben trägt, dass Schweigen oft mehr weh tut als jeder Schlag ins Gesicht. Erste Liebe brennt, erster Abschied bleibt, erste Träne fällt, weil dir keiner verzeiht. Du fällst hin, stehst auf, lernst schnell: Hier zählt nicht, wer du bist – nur was du stellst. Schule formt dich passend für den Lauf, bringt dir bei zu gehorchen, nicht aufzustehen, nicht aufzubauen. Du fragst nach dem Warum, doch bekommst nur Regeln zurück, und irgendwo da stirbt ein Teil von deinem Glück. Refrain Ist das der Sinn von diesem Leben hier? Sich kaputt zu machen für ein bisschen Papier? Achtzig Jahre, dann ist alles vorbei, doch wir tauschen sie gegen Angst und Zeit. Sag mir, wofür das alles zählt, wenn man lebt, aber innerlich fehlt. Strophe 2 Arbeit frisst Zeit und die Zeit frisst dich, du funktionierst perfekt, doch du fühlst dich nicht. Freunde gehen, wenn es unbequem wird, Liebe stirbt leise, wenn man sie vergisst. Rechnungen auf dem Tisch, Träume im Staub, du wolltest nur Ruhe – doch selbst die ist gekauft. Du bist stark nach außen, kaputt innen drin, spielst die Rolle gut, doch verlierst langsam den Sinn. Du lachst auf Kommando, schweigst aus Stolz, baust dir aus Schmerz einen verdammten Schutz. Und nachts, wenn alles still ist im Raum, fragst du dich: Wann hab ich aufgehört, ich selbst zu sein? Refrain Ist das der Sinn von diesem Leben hier? Stark zu tun, während alles in dir stirbt? Achtzig Jahre, so verdammt kurz, doch wir verschwenden sie mit Druck und Frust. Sag mir, wofür man weitergeht, wenn man jeden Tag ein Stück von sich verliert. Strophe 3 Die Jahre zieh’n vorbei, der Körper wird schwer, was früher egal war, tut heute doppelt so sehr. Menschen gehen für immer, Namen bleiben zurück, du lernst: Zeit heilt nichts – sie nimmt nur Stück für Stück. Du hast so viel verschoben auf irgendwann, und jetzt sitzt du da mit dem „Hätte“ im Arm. Geld war wichtig, bis es nichts mehr bringt, wenn keiner mehr da ist, der deinen Namen ruft. Du zählst keine Tage mehr, nur Verluste, fragst dich, ob das alles so sein musste. Kein Titel, kein Besitz hält dich hier, wenn du merkst, dass dir echte Nähe fehlt. Refrain Ist das der Sinn von diesem Leben hier? Sich selbst zu verlieren, bis nichts mehr passiert? Achtzig Jahre – mehr kriegen wir nicht, und keiner weiß, wann das Licht ausgeht. Also sag mir, wofür das alles war, wenn man merkt, wie viel man verpasst hat. Outro Am Ende bleibt kein Geld, kein Rang, kein Ruhm, nur die Spuren, die du hinterlässt in anderen tun. Wenn es still wird und keiner mehr fragt: Hast du gelebt – oder nur jeden Tag ausgehalten?