TEIL 5 – SCHULDUNFÄHIG

TEIL 5 – SCHULDUNFÄHIG

Rap,progressive,intensiv,Dark,Aggresiv,Melancholic,male,Female Chorus/Hook,Gospel Choirs,Medium

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Lyrics

[INTRO – gesprochen] Würzburg. Solingen. Mannheim. Breitscheidplatz. Ansbach. Hamburg. Jeder Name ein Anschlag. Jeder Anschlag ein Versagen. Und am Ende immer das gleiche Wort: Schuldunfähig. [STROPHE 1 – Die Anschläge] Würzburg, Juni einundzwanzig, Abdirahman Jibril A., vierundzwanzig, aus Somalia, Ersticht drei Frauen in der Innenstadt, Messer in den Hals, den Rücken, Nackenschlag, nah, Schreit Allahu Akbar, schreibt seiner Mutter auf WhatsApp wir sehen uns im Paradies, Und vorher schon mit Messern gedroht, die Behörden fanden ihn nicht mal, was für ein Verlies. Zwei unabhängige Gutachter sagen schuldunfähig, Paragraph zwanzig StGB, Psychiatrie statt Gefängnis, kein Strafregister, keine Abschiebung, was für ein Weh, Ein Mann der Dschihad predigt und drei Frauen tötet kriegt ne Diagnose und nen Therapeuten, Die Familien der Opfer kriegen Schweigeminuten und müssen zusehen wie sie ihn behandeln und behüten. [STROPHE 2 – Das Muster] Solingen, August vierundzwanzig, Issa al H., Syrer, abgelehnt, sollte längst weg sein, Dublin-Verfahren, Abschiebung nach Bulgarien geplant, nicht auffindbar, kein Kontrollschein, Drei Menschen am Stadtfest erstochen, Kehlen aufgeschlitzt von hinten, Vielfalt war das Motto, Lebenslang plus Sicherungsverwahrung, Ausnahme vom Muster, einziges echtes Lotto. Mannheim, Mai vierundzwanzig, Rouven Laur, Polizist, ersticht im Dienst von einem Afghanen, Ein Beamter der sein Land beschützte stirbt auf offener Straße, wer kann das noch planen, Breitscheidplatz Dezember sechzehn, Anis Amri, zwölf Tote auf dem Weihnachtsmarkt, Gefährder, den Behörden bekannt, vernetzt, und trotzdem frei, trotzdem gestarkt. [STROPHE 3 – Die Liste geht weiter] Ansbach Juli sechzehn, Mohammad D., Syrer, Rucksackbombe, fünfzehn Verletzte, er selbst tot, Hamburg Juli siebzehn, Ahmad A., Supermarkt, ein Toter, ein Messer, psychisch, so die Not, ICE Regensburg November einundzwanzig, vier Passagiere niedergestochen, ein Palästinenser, Einziger Fall wo das Gericht Nein sagt, vierzehn Jahre Haft, keine Psychiater als Erlösende Sätze. Neunundzwanzigtausend Messerangriffe in vierundzwanzig, alle achtzehn Minuten eine Klinge, Einundvierzig Prozent der Tatverdächtigen ohne deutschen Pass, das sind ernsthafte Dinge, Und das Muster wiederholt sich, immer gleich, Attentat, Betroffenheit, dann Diagnose, Der Täter ist nicht böse sondern krank, Psychiatrie, und dann wird es still, Symbiose. [STROPHE 4 – Die Doppelmoral] Und jetzt der Vergleich der alles zeigt, Hanau zweitausend zwanzig, Tobias R., Diagnostizierte paranoide Schizophrenie, ermordete sogar die eigene Mutter, klar, Neun Menschen erschossen, und trotzdem, rechtsextremer Terroranschlag, keine Frage nach Paragraf zwanzig, Bei deutschen Tätern zählt Ideologie, bei islamistischen die Psyche, das ist beständig. Wiener Psychiater Psota sagt es offen, extreme kriminelle Energie ist keine Depression, Politischer Extremismus und religioser Fanatismus sind keine Krankheit, keine Illusion, Doch das System braucht die Diagnose weil sie das Narrativ verschiebt, vom Versagen zur Pathologie, Wenn der Täter krank ist dann hat nicht das System versagt sondern nur die Biologie. [REFRAIN] Schuldunfähig, Paragraph zwanzig, Psychiatrie statt Konsequenz, Die Opfer tot, die Täter behandelt, wo bleibt die Evidenz, Dass dieses System die Bürger schützt die es beschützen soll, Drei Frauen tot in Würzburg und der Täter in der Klinik, das Fass ist voll. [OUTRO – gesprochen] Rouven Laur hatte eine Familie. Die drei Frauen in Würzburg wollten nur einkaufen. Die zwölf am Breitscheidplatz wollten Glühwein trinken. Die drei in Solingen kamen zum Stadtfest. Sie sind alle weg. Für immer. Im nächsten Teil: Migration, die ehrliche Rechnung. Und die die sich schämen.