TRACK 23 – WOHNUNGSLOS
Rap,progressive,intensiv,Dark,Heavy,Gritty,male,Female Chorus/Hook,Gospel Choirs,Medium
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Lyrics
[Intro]
Wohnen. Ein Grundbedürfnis.
Siebenhunderttausend Wohnungen fehlen. In Deutschland.
Vierhunderttausend sollten gebaut werden. Pro Jahr. Scholz hat es versprochen.
Gebaut wurden zweihundertsechsundvierzigtausend. Dann zweihundertzwanzigtausend. Tendenz fallend.
Mieten in München: neunzehn Euro pro Quadratmeter. Berlin: vierzehn fünfzig. Verdoppelt in zehn Jahren.
Fünfzigtausend Menschen obdachlos auf der Straße. Jede Nacht.
Und in Berlin hat ein Volksentscheid für Enteignung von Deutsche Wohnen gestimmt.
Die Regierung? Hat ihn ignoriert.
[Verse 1]
Vierhunderttausend Wohnungen pro Jahr versprochen, Scholz hat es zur Chefsache erklärt,
Zweihundertsechsundvierzigtausend in zweiundzwanzig, zweihundertzwanzigtausend später, abgekehrt,
Baugenehmigungen eingebrochen, dreißig Prozent Rückgang, die Baubranche stirbt,
Materialkosten explodiert, Zinsen verdreifacht, und der Traum vom Eigenheim verdirbt.
Neunzehn Euro pro Quadratmeter in München, das ist kalt, die Nebenkosten kommen noch dazu,
Für sechzig Quadratmeter zahlst du eintausendeinhundertvierzig Euro nur für deine Ruh,
Der Mindestlohn bei zwölf Euro bringt nach Steuern vielleicht tausenddreihundert netto rein,
Da bleibt für Essen, Kleidung, Strom und Transport nichts, und du bist nicht obdachlos, noch nicht, allein.
[Verse 2]
Berlin, September einundzwanzig, Volksentscheid, sechsundfünfzig Prozent stimmen für Enteignung,
Deutsche Wohnen und Vonovia, hundertzwanzigtausend Wohnungen, das Volk will eine Befreiung,
Doch der Senat setzt eine Expertenkommission ein die prüft und prüft und am Ende sagt,
Ja möglich, aber kompliziert, und die Regierung legt das Ergebnis in die Schublade, eingesagt.
Der größte direkt demokratische Beschluss der Berliner Geschichte, ignoriert von denen die regieren,
Sechshundert Millionen Aktionärsdividende zahlt Vonovia, während Mieter ihre Wohnungen verlieren,
Vonovia kauft Deutsche Wohnen für achtzehn Milliarden, Monopol auf Wohnraum wird geschaffen,
Und der kleine Mieter zahlt den Preis den Aktionäre als Rendite von ihm raffen.
[Verse 3]
Fünfzigtausend Menschen schlafen auf der Straße, jede Nacht, in einem der reichsten Länder dieser Welt,
Zweihundertdreiundsiebzigtausend wohnungslos insgesamt, in Notunterkünften, vom System gestellt,
Ehemalige Facharbeiter, Geschiedene, Kranke, Menschen die ein Schicksalsschlag vom Bürgersteig trennt,
Die Schwelle zwischen Wohnung und Straße ist dünner als die Politik es kennt.
Sozialwohnungen, einmal zweikommafünf Millionen, heute eine Million, der Bestand schmilzt,
Die Bindung läuft aus, die Kommunen bauen nicht nach, und der Markt regelt nichts außer dass er tilgt,
Wohnen ist ein Menschenrecht, Artikel fünfundzwanzig, doch die Börse handelt Grundstücke als Gold,
Und die Bundesregierung baut Autobahnen statt Wohnungen, weil Beton auf Straßen mehr Stimmen holt.
[Chorus]
Wohnungslos in Deutschland, siebenhunderttausend fehlen und die Mieten fressen jeden Lohn,
Fünfzigtausend auf der Straße, ein Volksentscheid ignoriert, das ist der Hohn,
Sie versprechen vierhunderttausend jedes Jahr und bauen nicht mal halb so viel,
Und der Aktionär von Vonovia kassiert die Miete die dem Volk fehlt für sein Ziel.
[Outro]
Siebenhunderttausend fehlende Wohnungen. Tendenz steigend.
Scholz-Versprechen: vierhunderttausend pro Jahr. Realität: zweihundertzwanzigtausend.
München: neunzehn Euro pro Quadratmeter. Berlin: vierzehn fünfzig. Verdoppelt.
Fünfzigtausend Menschen auf der Straße. Jede Nacht.
Berliner Volksentscheid: sechsundfünfzig Prozent für Enteignung. Ignoriert.
Sozialwohnungen: von zweikommafünf Millionen auf eine Million geschrumpft.
Wohnen ist ein Menschenrecht. In Deutschland ist es ein Privileg.
Jetzt kommt ein anderer Track. Kein Angriff. Ein Versprechen.
Für Hasan. Für Fatima. Für den Dönermann.
Die sich schämen.