TRACK 02 – DER PATE (Helmut Kohl)
Rock,,Wut,Langsam traurig
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Lyrics
[Intro]
Helmut Kohl. Sechzehn Jahre Kanzler. Der Vater der Einheit.
Zweihundert Millionen durch Schweizer Konten gewaschen.
Eine Million bar im Koffer auf einem Parkplatz.
Siebenunddreißig Milliarden aus der Rentenkasse genommen.
Und ein Ehrenwort das er mit ins Grab nahm.
[Verse 1]
Schwarze Kassen, weiße Westen, Schweizer Konten die offiziell nie existierten,
Zweihundert Millionen durch ein Schattennetz das nur die Eingeweihten dirigierten,
Karlheinz Schreiber, Waffenlobbyist, parkt nachts im Parkhaus mit dem Koffer voller Scheine,
Walther Leisler Kiep empfängt, ne Million in bar, CDU-Finanzierung, große wie auch kleine.
Wolfgang Schäuble nimmt hunderttausend, bucht es unter sonstige Einnahmen,
Kohl selbst kassiert zweihunderttausend jährlich, vorbei an Prüfer, Buch und allen Rahmen,
Zwei Millionen insgesamt, von dreiundneunzig bis achtundneunzig, unter dem Radar,
Und als es auffliegt bleibt er stehen, Ehrenwort, kein Name wird je offenbar.
Einundvierzig Millionen Strafe, Bundestagspräsident Thierse hat die Rechnung unterschrieben,
Doch Kohl persönlich? Unbestraft, frei, das System hat seinen Paten nie vertrieben,
Schäuble sagt die Spender gab es nie, das Ehrenwort war orchestrierte Inszenierung,
Die Wahrheit starb in Schweizer Tresoren, begraben unter sechzehn Jahren Kohls Regierung.
[Verse 2]
Die Einheit musste finanziert werden, doch die Rechnung zahlten nicht die die entschieden,
Siebenunddreißig Milliarden aus der Renten- und der Arbeitslosenversicherung geschieden,
Versicherungsfremde Leistungen, ein Wort so grau wie jedes Amtsgericht,
Doch übersetzt heißt das, sie stehlen Rentnern Geld und nennen es Beamtenpflicht.
Neunhundert Milliarden fehlen kumuliert in dieser Rentenkasse,
Jede Regierung greift hinein als wär sie eine offene Portokasse,
Kohl hat das System erfunden, hat die Schleusen aufgerissen für die Nachfolger,
Die Rente wurde Selbstbedienung, auf dem Rücken jedes kleinen Steuerzahlers und Lohnopfer.
Der Soli, eingeführt auf Zeit, befristet, nur ein Jahr, so war es angedacht,
Doch dreißig Jahre später zahlen wir noch immer, dreihundertachtzig Milliarden eingebracht,
Mehr abkassiert als je im Osten angekommen ist an Fördergeld und Infrastruktur,
Differenz verschwunden, keine Prüfung, keine Frage, keine Spur.
[Chorus]
Helmut Kohl, der Pate aus der Pfalz, mit Koffergeld und Ehrenwort,
Rentenkassen leergeräumt, die Wahrheit mitgenommen, schweigend, fort,
Sechzehn Jahre Macht, die CDU war sein Kartell, sein Apparat,
Und das Volk bezahlt die Zeche für den größten Selbstbedienungsstaat.
[Verse 3]
Die Treuhand, zwölftausend Volksbetriebe auf dem Schlachtblock, DDR wird liquidiert,
Zweieinhalb Millionen Arbeitsplätze ausradiert, amputiert, ein Volk filetiert,
Für eine D-Mark pro Betrieb verkauft an Westkonzerne die schon lauerten im Schatten,
Während Familien im Osten vor den Werkstoren standen, ohne Arbeit, ohne Halt, nur Schatten.
Dreihundertzweiunddreißig Milliarden ausgegeben, sechsundsiebzig Einnahmen dagegen,
Zweihundertsechsundfünfzig Milliarden Schulden blieben hängen, auf den Wegen,
Blühende Landschaften versprochen, doch geliefert wurden Industrieruinen,
Dreißig Jahre später wählt der Osten die Extreme, Kohls Erbe trägt verborgene Minen.
[Chorus]
Helmut Kohl, der Pate aus der Pfalz, mit Koffergeld und Ehrenwort,
Rentenkassen leergeräumt, die Wahrheit mitgenommen, schweigend, fort,
Sechzehn Jahre Macht, die CDU war sein Kartell, sein Apparat,
Und das Volk bezahlt die Zeche für den größten Selbstbedienungsstaat.
[Outro]
Zweihundert Millionen schwarze Kassen. Siebenunddreißig Milliarden aus der Rente.
Dreihundertachtzig Milliarden Solidaritätszuschlag. Zweieinhalb Millionen Jobs vernichtet.
Helmut Kohl starb am sechzehnten Juni zweitausendsiebzehn.
Seine Geheimnisse nahm er mit. Aber seine Schulden?
Die bleiben. Bei uns. Bei unseren Kindern.
Im nächsten Teil: Der Kanzler der seinen Niedriglohn erschuf und dann zu Putin ging.