80 Jahre
Rock,Soulful,Slow,Intense,Playful
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Lyrics
Strophe 1
Geboren ohne Wahl, ohne Stimme, ohne Ziel,
man sagt dir: Streng dich an, doch erklärt dir nicht das Spiel.
Du lernst früh, dass Leistung selten reicht,
dass Wahrheit nichts zählt, wenn sie den Falschen erreicht.
Erste Liebe brennt, erster Abschied bleibt,
erste Träne fällt, weil dir keiner verzeiht.
Du fällst hin, stehst auf, lernst schnell:
Hier wird man nur gehört, wenn man brav funktioniert.
Schule macht dich passend, hält dich klein,
lehrt dich zu folgen, nicht unbequem zu sein.
Du fragst nach dem Warum, bekommst nur ein Gesetz,
und irgendwo stirbt der Glaube an Gerechtigkeit zuletzt.
Refrain
Ist das der Sinn von diesem Leben hier?
Sich kaputt zu machen für ein bisschen Papier?
Achtzig Jahre, dann ist alles vorbei,
doch wir tauschen sie gegen Angst und Zeit.
Sag mir, wofür das alles zählt,
wenn man lebt, aber innerlich fehlt.
Strophe 2
Du arbeitest hart, jeden verdammten Tag,
doch von deinem Lohn bleibt kaum noch was.
Die Hälfte geht weg, du sollst dankbar sein,
für ein System, das dich langsam zermahlt.
Steuern, Abgaben, Pflicht auf Pflicht,
und sie nennen es Solidaritätspflicht.
Doch oben wird verteilt unter gleichen Gesichtern,
während unten Leute kämpfen, um nicht zu zerbrechen.
Sie predigen Moral aus goldenen Sälen,
kennen Hunger nur aus Zahlen und Tabellen.
Korruption im Anzug, sauber und legal,
sie nennen es Politik – ich nenn es Verrat.
Gesetze für dich, Ausnahmen für sie,
und du zahlst jeden Monat für ihre Fantasie.
Refrain
Ist das der Sinn von diesem Leben hier?
Zu schuften, während man dich aussortiert?
Achtzig Jahre, so verdammt kurz,
doch wir verlieren sie an Druck und Frust.
Sag mir, wie man Hoffnung behält,
wenn man alles gibt und nichts zurückfällt.
Strophe 3
Die Jahre zieh’n vorbei, der Körper wird schwer,
doch die Rechnung kommt pünktlich, immer mehr.
Du hast alles gegeben, hast alles versucht,
doch das System hat dich langsam ausgesucht.
Du siehst leere Versprechen im Wahlplakat,
hörst dieselben Lügen – Jahr für Jahr.
Sie reden von Zukunft, von Freiheit, von Pflicht,
doch deine Miete interessiert das alles nicht.
Du hast so viel verschoben auf irgendwann,
weil man dir keine Luft zum Leben gelassen hat.
Kein Titel, kein Besitz schützt dich hier,
wenn du merkst, dass dir echte Würde fehlt.
Refrain
Ist das der Sinn von diesem Leben hier?
Sich selbst zu verlieren im Getriebe dafür?
Achtzig Jahre – mehr kriegen wir nicht,
doch wir opfern sie einem System, das uns bricht.
Sag mir, wofür das alles war,
wenn man merkt, wie viel man verpasst hat.
Outro
Am Ende bleibt kein Staat, kein Gesetz, kein Geld,
keine Lüge, die sich selbst noch hält.
Nur ein Mensch, der sich ehrlich fragt:
Habe ich gelebt –
oder nur bezahlt, was man mir auferlegt hat?